Der 27-jährige Damian von Euw von der Ringerriege Einsiedeln hat in Dänemark bis 87 kg nach einer starken Leistung die Bronzemedaille gewonnen.
W.S. Der Greco-Ringer Damian von Euw sorgte am letzten Wochenende für eine Erfolgsmeldung im Schweizer Ringen. Mit fünf Siegen und einer Niederlage erkämpfte er sich in einem starken Teilnehmerfeld den dritten Rang, eines seiner wertvollsten Ergebnisse nach dem Gewinn der Bronzemedaille an den Militärweltmeisterschaften 2023 in Baku. Bei seinen Auftritten in Dänemak wirkte er geduldig und auch in schwierigen Wettkampfsituationen verlor er die Übersicht nicht. Er spielte dabei Instinkt und Erfahrung aus, demonstrierte Willensstärke und zeigte eine imponierende Ausdauer.
Im Kampf um die Bronzemedaille setzte er sich gegen den deutschen Erik Löser in bestechender Manier mit einem Sieg durch technische Überlegenheit durch. Fast heroisch war die Art und Weise, wie sich von Euw überhaupt in den Bronze-Kampf vorgekämpft hatte. Er hielt seine vier starken Widersacher mit seinem variablen Kampfstil und seinen explosiven Würfen jederzeit stand. In den ersten vier Duellen liess er nur gerade eine Wertung zu, was seine Überlegenheit deutlich zum Ausdruck bringt. Auch in ungemütlichen Lagen behielt er die Nerven, hatte immer eine Antwort parat und kämpfte bis zur letzten Sekunde. Einzig im Halbfinal unterlag er dem Kroaten Matej Mandic nach einem brisanten Duell mit 6:4. Er konnte den zu Beginn eingehandelten Rückstand nicht mehr ganz wettmachen.
Sein dritter Rang ist Lohn für eine gründliche Vorbereitungszeit. Er war dabei viel unterwegs. So trainierte er meistens im Ausland, wo er mehr als genügend starke Sparringpartner auf bestem Niveau hatte. Mit diesem Ergebnis dürfte er die Selektion für die Europatitelkämpfe frühzeitig geschafft haben.
Werner Schönbächler

