Helena Oskuii sorgte für eine Überraschung. Die 13-jährige Helena Oskuii erhielt vom Schweizer Ringerverband Swiss Wrestling dank ihren regelmässigen Leistungen das Aufgebot für das Turnier in Tallinn. Sie rechtfertige diese Nomination mit dem einzigen Schweizer Sieg.
W.S. Während dreier Tage fand in Tallinn, Estland, die bedeutendste Open Jugendmeisterschaft von Europa statt. Dieses hochkarätige Sportereignis zog rund 2’500 Athletinnen und Athleten aus über 40 Nationen an. Die Schweiz war mit zahlreichen Sportlern vertreten, die den Verband auf internationalem Parkett würdig vertraten. Gerungen wurde in einer riesigen Halle aus der Sowjetzeit auf 16 Matten.
Bereits die Eröffnungszeremonie präsentierte sich als ein besonderes Ereignis. Die Wettkampfarena war bis auf den letzten Platz gefüllt. Eine Kombination aus Musik und Lichtaffekten schuf eine aussergewöhnliche Atmosphäre.
Grosse Überraschung
Helena Oskuii von der Ringerriege Einsiedeln wurde vor kurzem ins Nationalkader der Frauen aufgenommen. Für sie war dieser Wettkampf eine erste Standortbestimmung. Die Teilnehmerzahl in den einzelnen Gewichtskategorien waren bemerkenswert. Helena standen im Gewicht bis 40 Kilogramm in der Altersklasse U13 22 Kontrahentinnen gegenüber. Sie startete mit zwei Siegen gegen die Vertreterin des Gastgeberlandes und von Schweden geradezu furios in den Wettkampf und zeigte unbeschwertes Ringen, frei von jeglichen taktisches Fesseln. Mit diesem Kampfstil und ihrer soliden Technik blieb sie auf Erfolgskurs und marschierte mit drei weiteren überzeugenden Siegen ins Halbfinale. In einem packenden Duell gab sie hier nach einem verhaltenen Beginn zusehends den Ton an und konnte damit die polnische Athletin technisch überhöht ausschalten. Um den Kategoriensieg bekam sie es mit Sofa Vovk, Ukraine, zu tun. Die beiden schenkten sich überhaupt nichts und der Ausgang über Sieg oder Niederlage stand lange Zeit auf Messers Schneide. Nachdem Oskuii zu einigen erfolgreichen Aktionen kam, machte sie den Sack zu und konnte damit bei der Rangverkündigung zuoberst aufs Treppchen steigen. Mit dem einzigen Schweizer Sieg setzte sie das Tüpfchen aufs i.
Werner Schönbächler

