Final der Jugendmannschaftsmeisterschaft in Einsiedeln verlief spannend

Die Einsiedler Jungringer konnten in einem höchst spannenden Final den letztjährigen Titel nicht verteidigen, durften sich aber über den Gewinn der Bronzemedaille freuen.  

W.S. Die vier Teams Einsiedeln, Kriessern, Tuggen und Schattdorf vermochten sich für den Final der Jugendmannschaftsmeisterschaft zu qualifizieren. In der überfüllten Sporthalle Brüel waren rund 90 Ringerinnen und Ringer, die Jüngsten noch keine zehn Jahre alt, anwesend und kämpften um Sieg oder Niederlage ihrer Teams. Da wurde mitgefiebert, sich gefreut, oft aber auch gelitten und jede gelungene Aktion des eigenen Teammitgliedes bejubelt und gefeiert. Nicht nur die Zuschauer sorgten für Stimmung. Besonders die Akteure auf den beiden Matten boten den notwendigen Spektakel für knisternde Spannung. Dabei konnten sie viel Wettkampferfahrung sammeln. Es machte Freude zu sehen, mit welcher Begeisterung, mit wieviel Einsatz und Mut die Kinder ihre Kämpfe in Angriff nahmen. Obschon einige ein wenig aufgeregt waren, hat es ihnen sichtlich Spass gemacht. Und bei Siegen haben ihre Augen geleuchtet.

Ein Sieg entschied

Dass an erster Stelle der Spass und die Bewegung standen, war ebenfalls zu sehen. Viele Aktionen passierten völlig unverkrampft ohne allzu grossen Krafteinsatz. Technisches Ringen war angesagt. Die vier Teams wurden von ihren Betreuern auf diesen Tag bestens vorbereitet. Dabei mussten in dreizehn Gewichtsklassen zwischen 22 und 80 Kilogramm möglichst viele Punkte geholt werden. Es kam zu einem wahren Hitchcock-Final. Nach einem spannenden Hin und Her hatte am Schluss keines der beiden favorisierten Teams Kriessern oder Einsiedeln die Nase vorn, sondern überraschend Schattdorf. Einsiedeln und Kriessern hatten je 40 Punkte auf ihrem Konto. In diesem Fall sieht das Wettkampfreglement vor, dass die Resultate der Vorrunde entscheiden. Kriessern hatte hier gegenüber Einsiedeln einen Vorrundeniseg mehr als Einsiedeln herausgeholt und sicherte sich damit den zweiten Rang. Die Einheimischen konnten sich nach kurzer Enttäuschung bei der Rangverkündigung über den Gewinn der Bronzemedaille freuen. Tuggen belegte den vierten Rang.

Zufrieden zeigte sich nach der Rangverkündigung auch Sven Neyer, Präsident der organisierenden Ringerriege Einsiedeln. Er dankte den vielen helfenden Händen, die einen reibungslosen Ablauf  überhaupt ermöglicht haben. Die ersten Mannschaften in den Klubs können nur durch die Nachwuchsförderung bestehen bleiben. So gesehen kämpfte am Sonntag in Einsiedeln die nächste Generation von Leistungsträgern in den verschiedenen Klubs. Es war eine Freude mitanzusehen, mit welchem grossen Eifer die jungen «Mattenspezialisten» zur Sache gingen. Es bleibt zu hoffen, dass  vielversprechende Ringertalente den Willen aufbringen, um in diesem harten Sport durchzubeissen.

Werner Schönbächler   

Final: Rangliste:

1. Schattdorf, 46 P.,
2. Kriessern, 40 P.,
3. Einsiedeln, 40 P.,
4. Tuggen, 29 P.