Viel Erfreuliches war beim Jahresrückblick der Ringerriege Einsiedeln am letzten Samstagabend im Restaurant Schanzä-Stubä zu vernehmen. Sorgenfalten bereiten hingegen die Neuerungen von Swiss Wrestling.
W.S. Die Vorgabe erfüllt und teilweise gar übertroffen, so könnte die 2025-Kurzbilanz der Ringerriege Einsiedeln heissen. An der Generalversammlung blickte Sven Neyer zufrieden auf sein erstes Amtsjahr als Präsident zurück. Er konnte 62 Mitglieder begrüssen und zog die Traktanden speditiv durch, sodass noch genügend Zeit zum Fachsimpeln übrigblieb. In seinem Jahresbericht legte er die Finger neben Erfreulichem aber auch auf wunde Stellen. Als besonderen Höhepunkt hob er die Finalteilnahme der NLA-Mannschaftsmeisterschaft hervor. «Für den in Rothenthurm vor 1’500 Zuschauern durchgeführten Hinkampf vor 1’500 Zuschauern erhielten wir viel Lob aus der ganzen Schweiz.» Dabei hat das Team in diesem kaum mehr an Spannung zu überbietenden Endkampf nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen.
Zu denken gaben dem Vorsitzenden die immer mehr werdenden Auflagen des Verbandes Swiss Wrestling. Viel Lob hatte er hingegen für die Arbeit der beiden Trainer Urs Bürgler und Alexander Golin übrig. Mit Lucia Beeler ist die Ringerriege erfreulicherweise im Vorstand des Landesverbandes vertreten.
Erfreuliche Bilanz
Jan Neyer hob in seiner Funktion als umsichtiger technischer Leiter neben der Mannschaftsmeisterschaft weitere sportliche Höhepunkte hervor. So den fünften Rang der zweiten Mannschaft in der ersten Liga und den achten Rang von Damian von Euw an den Europameisterschaften. Der Greco-Spezialist gab mit weiteren Spitzenklassierungen auf internationaler Ebene eine starke Visitenkarte ab.
An nationalen Titelkämpfen schauten in den beiden Stilarten und verschiedenen Altersklassen vierzehn Podestplätze heraus, was gegenüber dem Vorjahr (19) eine leichte Einbusse bedeutet. Den Medaillengewinnern wurde mit Applaus der obligate Zinnbecher überreicht.
Ziel ist, dass die Ringerriege den jetzigen Stand halten kann, was eine hohe Vorgabe ist. Um aus dem eigenen Nachwuchs Talente ins erste Team einbauen zu können, wird sehr viel Zeit in den Nachwuchs investiert. An dem von Irene Füchslin und ihren Helfern geleiteten Kidstraining nehmen regelmässig zwanzig Kinder teil. Dabei werden ihnen die Ringertechniken auf spielerische Art beigebracht. Langfristig soll damit eine breitere Basis bei den Leistungsathleten ermöglicht werden. Dabei konnte schon geerntet werden. Die Zwillingsschwestern Helena und Helia Oskuii wurden nach zahlreichen Spitzenklassierungen ins nationale Jugendkader aufgenommen. Weiter gibt es einige Jungringer, die wöchentlich im Regionalkader trainieren.
Weitere Herausforderungen
Finanziell haben den Verein im letzten Jahr keine Sorgen geplagt, was aus den Worten von Kassier Andreas Burkard herauszuhören war. Neben zahlreichen treuen Sponsoren trug die neu gegründete Gönnervereinigung, die von Ronja Schwaller präsidiert wird, zum guten Gesamtergebnis bei.
Erfreulicherweise konnten acht neue Klubmitglieder aufgenommen werden. Unter dem Traktandum «Verschiedenes» informierte Guido Holdener als Verwaltungsrat über den Planungsstand des Sportzentrums Obere Allmeind. Er zeigte sich zuversichtlich, dass mit gemeinsamen Einsatz die anstehenden Hürden übersprungen werden können.
Einige Erneuerungen
Sven Neyer gab über den neuen Modus der Mannschaftsmeisterschaft Auskunft. Ein Transferstopp und die Abschaffung der Leihringer soll die Liga ausgeglichener machen. Damit sollen jene Teams belohnt werden, die sich um die Nachwuchsausbildung kümmern. Weiter werden die acht Teams der Nationalliga A in zwei Vierergruppen geteilt. Die Finalkämpfe beginnen mit den Viertelfinals, in denen die Teams gruppenübergreifend antreten. Die Neuerungen im Transferwesen sind radikal und schränken die Klubs nachhaltig ein. So müssen sie zwei Jahre mit den bestehenden Kadern auskommen und auf die bisher zwei zugelassenen Leihringer verzichten. Mit diesen Änderungen wird das Ziel gesetzt, dass die Vereine wieder selbst mehr Talente ausbilden und einsetzen.
Nach dieser für viele doch eher schwer verdaulichen Kost rundete ein Film über die Mannschaftsmeisterschaft die Generalsversammlung ab.
Im neuen Vereinsjahr organisiert die Ringerriege mit dem ORV- Nachwuchsturnier (25. April) und Frauenturnier (29. August) zwei internationale Turniere.
Werner Schönbächler

