Zum Abschluss der Qualifikation der Mannschaftsmeisterschaft kommt es in Untervaz zum Spitzenduell zwischen Kriessern und Einsiedeln – dem Ersten gegen den Zweiten. Dabei kündigt sich attraktiver Ringsport an.
W.S. Im Ringkampf geht es manchmal drunter und drüber. Auf der Matte wird viel Spektakel geboten. Am Samstagabend geht die Qualifikation zu Ende. Dabei müssen die Einsiedler auswärts mit vielem rechnen. Kriessern wird mit aller Macht den ersten Platz verteidigen wollen. Sie sind in der Gruppe B als einziges Team noch ohne Verlustpunkte. Fünf Siege in Serie stehen für das Team zu Buche. Allein schon deswegen werden die Rheintaler mit der stärkst möglichen Mannschaft auf der Matte stehen. «Nach ihrem 20:16-Vorrundensieg geht es in dieser Begegnung um jede Wertung», sagt Einsiedelns Trainer Urs Bürgler. Die Verantwortlichen der Teams dürften noch um ihre Aufstellung kämpfen. Diesbezüglich sind beide in dieser Saison recht gut gelegen. Ein Blick ins Kader von Kriessern verdeutlicht deren grosses Potenzial. Sie haben in einigen Gewichten zahlreiche Variationsmöglichkeiten und sind etwas breiter aufgestellt als Einsiedeln. Das Gefälle von starken Nachwuchsringern und ebenso starken Routiniers macht wohl den aktuellen Höhenflug der Mannschaft aus. In den mittleren Gewichten haben sie gar ein Luxusproblem. Über die Qualitäten von Dimitar Sandov, Dominik Laritz, Fritz Reber, Fabio Dietsche und Ramon Betschart müssen wohl keine Worte mehr verwendet werden. Gut möglich, dass sich Trainer Udo Raunjak, der selber Ringer und Judo-Internationaler war, für die alte Fussballweisheit «never change a winning team», entscheiden wird.
Die Einsiedler wollen natürlich eine möglichst gute Figur abgeben und den Rheintalern das Leben so schwer wie nur möglich machen. Wenn sie allerdings reüssieren wollen, ist gegenüber dem Vorkampf (16:20) eine Leistungssteigerung nötig. Es kommt auf eine geschlossene Teamleistung, Bereitschaft und Siegeswillen an. Die Einsiedler müssen von Beginn weg präsent sein und zeigen, wer diesen Fight gewinnen will. Sie haben mit dem hohen Sieg gegen Weinfelden viel Selbstvertrauen getankt. Wichtig ist, dass man auf dem Boden bleibt und die Tabellenlage ausblendet. Übermut und Arroganz haben überhaupt keinen Platz. Es gibt noch Steigerungsmöglichkeiten, das Team hat seinen Zenit noch nicht erreicht. Was sich Coach Urs Bürgler in Bezug auf die Aufstellung einfallen lässt, wird am Samstag auf der Waage eine Stunde vor Matchbeginn klar werden. Doch egal, wen er aufstellt, Kriessern ist der Favorit. So oder so ist das Duell eines der interessantesten in der Qualifikation.
Die Einsiedler Ringer wollen natürlich in diesem Duell eine möglichst gut Figur abgeben und den Gastgebern das Leben so schwer wie nur möglich machen. Die Aussichten auf eine Revanche sind durchaus vorhanden, wenn es rund läuft. Der Kampf wird in der Mehrzweckhalle Untervaz (Beginn, 19 Uhr) ausgetragen. Die Einsiedler Ringer hoffen auf zahlreiche Unterstützung zählen zu dürfen.
Werner Schönbächler

