Vorschau: Einsiedeln gegen Schattdorf, Einzug in die Playoffs und Fight um den Titel

Einzug in die Playoffs und Fight um den Titel. Die Duelle zwischen Einsiedeln und Schattdorf sorgten schon beim ersten Mal für heisse Emotionen. Auch der Rückkampf verspricht Highlights. Es darf ein spannender Ringerabend erwartet werden.

W.S. Einsiedeln rückt an diesem Samstagabend gleich doppelt in die Ringkampfszene. Zum einen findet in der Brüelturnhalle die Top-Begegnung im Viertelfinal zwischen Einsiedeln und Schattdorf statt. Nicht minder spannend dürfte der Match zwischen den beiden Reserveteams sein. In beiden Fights geht es für die Ringerriege Einsiedeln um einiges. Beide Mannschaften starten zum Hinkampf mit Vorsprung, doch müssen sie dennoch alles auf eine Karte setzen.

Gefährlicher Aussenseiter

Die «Milchbüchlein-Rechnung» ist ein weit verbreiteter Begriff für eine einfache Sache. Doch trifft dies auch im Ringen zu? Nein! Dazu gibt er einige Argumente. Der letzte Schritt zum Erfolg ist oft der schwierigste. So wird es wohl auch gegen Schattdorf sein. Einsiedeln hat das erste Duell im Hinkampf auswärts mit 20:15 gewonnen. Doch ein Fünf-Punkte-Vorsprung bedeutet im Ringen noch lange nicht die ganze Welt. Aufgrund dieser Ausgangslage verspricht die Viertelfinal-Paarung ordentlich Brisanz, obschon die Vorzeichen für Einsiedeln sprechen. Doch haben die Urner angedeutet, dass sie Einsiedeln ernsthaft gefährden können, was sie vor einer Woche mit fünf Einzelsiegen – gleich viel wie Einsiedeln – gezeigt haben. Pessimisten nennen das Tatsachenverdrängung. Die Kräfteverhältnisse sind für viele unumstritten: Einsiedeln ist Favorit, Schattdorf Aussenseiter. In der Vergangenheit war zu beobachten, dass Aussenseiter meistens befreit auftreten und vielfach über sich hinauswachsen. Klar, dass sich der Widersacher noch reele Chancen ausrechnen, um den Einzug in die Playoffs zu schaffen.  Schattdorf hat sich trotz mässiger Punkteausbeute sichtbar weiterentwickelt. Für Einsiedeln wäre das Viertelfinal-Aus ein heftiger Schlag. Doch bringt es nichts, um den heissen Brei herumzureden. Die Urner können Einsiedeln besiegen.

Hitzige Affiche

Die Einsiedler wissen, dass es im Rückkampf kein schönes Ringen, sondern rustikales Handwerk braucht. Nach der Pause von einer Woche dürfte dazu der Akku aufgeladen sein. Jeder, der schon einmal die Halle bei einem entscheidenden Ringer-Fight betreten hat, kennt die Atmosphäre: Volle Ränge, ein paar hundert Zuschauer, eine spezielle Spannung, geladene Luft, die sich bei dieser Begegnung das eine oder andere Mal hitzig entladen wird. Bereits beim Hinkampf vor einer Woche ging es auf und manchmal auch neben der Matte zwischen den Kontrahenten und dem Publikum heiss zu und her. Das Duell ist nicht das Salz, sondern der Ingwer in der Suppe. Gesunde Rivalität mit einer Extra-Portion Schärfe. «Das ist schon etwas Besonderes», sagt Einsiedelns Trainer Urs Bürgler, «die Stimmung gegen Schattdorf ist fast immer gut und meistens war viel Feuer drin.» Auf die Favoritenrolle will er sich nicht einlassen. «Es ist eigentlich ein Kampf wieder jeder andere: Er beginnt bei Null. Entschieden werden die Kämpfe noch immer auf der Matte.» Auf Einsiedler Seite weiss man, dass die Gäste voller Adrenalin in die Begegnung gehen. Sie müssen sich auf einiges gefasst machen. Das Team ist angespannt, aber bereit. Klar ist, dass beide mit der bestmöglichen Aufstellung antreten werden. Man darf gespannt sein, was sich die beiden Trainer hier ausklügelten, um schon auf der Waage einen entscheidenden Vorteil zu erlangen.  Der Match wird zusätzlich mit Extras garniert. So werden die Jungringer dem Publikum ihr Können mit verschiedenen Techniken vorführen.  

Heiss auf den Titel

Rein zufällig treffen die beiden Reserveteams von Einsiedeln und Schattdorf aufeinander. Dabei geht es im Hinkampf um den Titelgewinn in der Regionalliga. Das Ergebnis von 17:14 für Einsiedeln fiel vor einer Woche erst im letzten Duell mit einem Schultersieg. Das hebt die Einsiedler ungewollt in die Favoritenrolle. Ihr Kader hat keine Löcher wie zu Beginn der Meisterschaft. Die Ringer, die in der Rückrunde der Qualifikation stark aufgetreten sind, wollen auf der Siegerstrasse bleiben und den Meisterpokal holen. Da sie nur im Doppelpass mit den Zuschauern gewinnen können, hoffen sie auf eine volle Halle. Mehr Einzelheiten zum morgigen Ringerabend können dem Inserat entnommen werden.

Werner Schönbächler