Mit überraschender Aufstellung zum Sieg, Ufhusen – Einsiedeln 9:29

Der Start zur Rückrunde ist geglückt: Der Auswärtssieg von Einsiedeln gegen Ufhusen war nach einem starken Start nie gefährdet. Nur einer der zehn Kämpfe ging an die Heimmannschaft. Doch verstanden es die Luzerner, die Duelle eng zu halten.

W.S. Die Einsiedler wollten nach der Niederlage gegen Kriessern auf die Erfolgsspur zurückkehren. Doch, dass es am Ende so deutlich werden würde, war mit dem verbundenen Stilartenwechsel der Rückrunde nicht absehbar. Beim Abwiegen deutete sich für Einsiedeln Schwerstarbeit mit vielen offenen Duellen an. Doch Einsiedelns Trainer Urs Bürgler hatte bei der Aufstellung ein gutes Händchen.

Gelungener Start

Beim ersten Duell bis 57 kg Greco zeigte Robin Biederer seine grossen Fortschritte in diesem Kampfstil. Damian Filliger musste seine Überlegenheit nach einer Serie von herrlichen Würfen anerkennen. Er blieb chancenlos und verlor technisch überhöht (17:0). Sven Neyer, dessen Domäne ebenfalls das Grecoringen ist, musste sich im freien Stil gegen Simon Marti beweisen. Er schaffte die Umstellung nicht ganz, geriet in Rückstand, setzte darauf alles auf eine Karte und zog sich eine Schulterverletzung zu, was die vorzeitige Niederlage bedeutete. Es bleibt zu hoffen, dass seine Verletzung nicht allzu gravierend ist. Wenig Probleme bekundete darauf Stone Perlungher mit Luis Hausheer. Sein Offensivdrang wurde mit einem vorzeitigen Überlegenheitssieg (16:0) belohnt. Dann lieferten sich Kilian Kneubühler und der Italo-Schweizer Davide Stanisci auf Einsiedler Seite einen harten Fight. Beide Athleten kämpften bei ihren Aktionen verbissen um jeden Punkt. Am Schluss konnte sich Stanisci mit 7:1 durchsetzen. Zwischen Andreas Burkard und Remo Kneubühler entwickelte sich ein Abnützungskampf. Nicht zuletzt dank seiner grossen Erfahrung behielt Burkard mit 6:4 das bessere Ende. Damit lag Einsiedeln bei Halbzeit mit 6:12 vorn.

Taktisch gut gekämpft

Nach der Pause musste Remo Fallegger bis 70 kg Freistil die Überlegenheit von Wesal Akbari, der mehrere Wochen mit dem Nationalkader in Japan trainierte, hinnehmen. Der Einsiedler diktierte den Kampf von Anfang bis zum Ende, brachte seine wirksamen Beinangriffe meistens meistens durch und holte einen undiskutablen Überlegenheitssieg (19:3). Cyrill Kälin war nach einem längeren Unterbruch erstmals  in der höchsten Liga in dieser Saison dabei. Er löste seine Aufgabe bis 72 kg Greco mit Bravour und behielt gegen Nino Bernet mit 9:3 Oberhand.  Jan Walker war gegen Marc Kaufmann tonangebend und kam mit seinen pausenlos vorgetragenen Attacken technisch überhöht (15:0) zum Ziel. Damit führte Einsiedeln nach der achten Begegnung uneinholbar mit 22:8. Pavel Untila steuerte gegen Raphael Schärli einem ungefährdeten 10:2-Sieg entgegen. Da die Würfel bereits gefallen waren, gab der angeschlagene Heimringer Lukas Hofer Forfait. Damit kam Jan Neyer zu einem geschenkten Sieg und vier Punkten für die Mannschaftswertung.  

Als Fazit kann festgehalten werden, dass Ufhusen stark dagegen hielt, aber der deutliche Ausgang dürfte die Luzerner Hinterländer in Erklärungsnot bringen.

«Dank der optimal verlaufenen ersten Halbzeit haben die Ringer viel Selbstvertrauen getankt, was letztlich diesen deutlichen Sieg gebracht hat», hielt Einsiedelns Trainer Urs Bürgler fest.

Gast in Weinfelden

Am kommenden Samstag steht die fünfte Runde der Qualifikation auf dem Programm. Dabei trifft Einsiedeln auswärts auf Weinfelden. Die Thurgauer haben sich bisher als Liganeuling beachtlich geschlagen und sich allmählich an den Rhythmus der höheren Kampfklasse gewöhnt. Wenn sie so weiterringen, dürften sie den Ligaerhalt schaffen.   Das Duell wird in der Paul Reinhard Halle in Weinfelden (Beginn, 20 Uhr) ausgetragen.

Zwei Siege

Zur siebten Runde der Regionalliga trafen sich sechs Klubs in Oberriet. Die Einsiedler Ringer lagen mit zwei Punkten Rückstand hinter Weinfelden an zweiter Stelle. Dass es nicht einfach werden würde, diese Position zu verteidigen, waren sich die Einsiedler Ringer bewusst. Bereits zum Auftakt mussten sie gegen Kriessern antreten. Die Rheintaler wollten sich für die knappe Niederlage im Hinkampf (16:15) revanchieren, womit die Einsiedler aber gar nicht einverstanden waren. Von den  acht Kämpfen entschieden sie deren fünf zu ihren Gunsten, was zu einem deutlichen 20:11-Sieg führte. Weiter gab es einen Forfaitsieg gegen Zürich. Zwei Runden vor Abschluss der Meisterschaft liegt das Team mit zwei Punkten Rückstand  hinter Weinfelden nach wie vor an zweiter Stelle.

Resultatübersicht:

55 kg (G):        Damian Filliger – Robin Biederer  0:4

61kg (F):          Luis Hausheer – Stone Perlungher 0:4

63 kg (G):        Lukas Hofer – Jan Neyer 0:4

70 kg (F):         Remo Fallegger – Wesal Akbari 1:4

72 kg (G):        Nino Bernet – Cyrill Kälin 1:2

79 kg (F):         Raphael Schärli – Pavel Untila 1:3

82 kg (G):        Marc Kaufmann – Jan Walker 0:4

92 kg (F):         Remo Kneubühler – Andreas Burkard 1:2

97 kg (G):        Kilian Kneubühler – Davide Stanisci 1:2

130 kg (F):       Simon Marti – Sven Neyer 4:0

Gruppe B:

Ufhusen – Einsiedeln 9:29

Weinfelden – Kriessern 9:29

Tabelle: 1. Kriessern, 8 P., 2. Einsiedeln, 6 P., 3. Weinfelden, 2 P., 4. Ufhusen 0 P.

Gruppe A:

Freiamt – Willisau 12:23

Oberriet – Schattdorf 16:19

Tabelle: 1. Willisau, 8 P., 2. Freiamt, 4 P., 3. Schattdorf 4 P., 4. Oberriet 0 P.

Regionalliga, Gruppe Ost:

Kriessern – Einsiedeln 11:20

Einsiedeln – Zürich 32:0

Tabelle: 1. Weinfelden, 16 P., 2. Einsiedeln, 12 P., 3. Kriessern, 10 P., 4. Winterthur, 6 P., 5. Oberriet, 4 P., 7. Rapperswil, 4 P., 8. Zürich, 0 P.          

Werner Schönbächler