Helia und Helena Oskuii zeigten bei starker Konkurrenz aus dem In- und Ausland starke Leistungen. Sie gewannen eine Bronzemedaille und ein Diplom.
W.S. Die 29. Austragung des von der Ringerstaffel Sense organisierten internationalen Freistilturniers erwies sich einmal mehr als willkommene Standortbestimmung für den Nachwuchs. Teilnehmer aus Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz versprachen spannende Kämpfe. Dieses Versprechen wurde auf jeden Fall eingelöst. Für die Ringerriege Einsiedeln gingen die beiden Zwillingsschwestern Helia und Helena Oskuii an den Start. Sie bereiteten in ihrer Alteskategorie von zwölf bis vierzehn Jahren viel Freude. Dabei mussten sie mehrheitlich gegen Jungs kämpfen, was die Chancengleichheit von Mädchen in diesem Alter unter Beweis stellt. Nachdem sich die beiden an internationalen Anlässen schon mehrmals vorne klassiert hatten, sorgte diesmal Helia für einen weiteren Exploit. Sie marschierte in der Vorrunde dank ihrer vorzüglichen Technik mit überzeugenden Siegen durch. Im dritten Duell musste sie gegen einen Franzosen nach einer deutlichen Punkteführung wegen einer Unaufmerksamkeit eine ärgerliche Schulterniederlage hinnehmen. Doch hielt sie sich darauf trotz des grossen Drucks schadlos und kam über die Hoffnungsrunde weiter. Im kleinen Final überlief sie ihren Gegner förmlich und sprang mit einem Sieg durch technische Überlegenheit als Dritte aufs Podest.
Helena Oskuii schien im Gewicht bis 42 Kilogramm an die Leistung ihrer Schwester anschliessen zu können. Sie startete mit einem technisch überhöhten Sieg in den Wettkampf. Den nächsten Kampf konnte sie über weite Strecken offen gestalten, musste aber in deb Endphase den Kürzeren zu ziehen. Der dadurch entstandene Zugzwang nötigte sie ständig anzugreifen, was keine leichte Aufgabe war. Mit je einem Sieg und einer Niederlage schloss sie den Wettkampf ab. Endergebnis für Helena war der siebte diplomberechtigte siebte Rang. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass sie eine Gewichtsklasse höher als bisher angetreten war, was für sie eine grosse Herausforderung war.
Werner Schönbächler

