Der 27-jährige Damian von Euw feierte in Nizza mit dem Gewinn der Silbermedaille zum Saisonauftakt einen grossen Erfolg, der ihm für die nächsten internationalen Einsätze viel Selbstvertrauen geben dürfte.
W.S. Nach dem dritten Rang von Helena Oskuii am Ladies Open in Saarbrüchen sorgte Damian von Euw über dieses Wochenende für einen weitern Glanzpunkt. Das Greco-Aushängeschild überliess schon bei der Vorbereitung nichts dem Zufall. Nach dem mehrtägigen Kick-off-Lehrgang mit dem Schweizer Nationalkader in Tenero holte er sich den letzten Schliff für Nizza in Finnland, wo er auf starke Sparringpartner. Die Finnen hatten schon immer starke Greco-Ringer. Dass er an einem guten Tag mit den Besten seiner Gewichtsklasse bis 87 Kilogramm mitzuhalten vermag, hat er schon mehrmals bewiesen und wiederholte es nun zum Auftakt der internationalen Saison. Bereits in der Vorrunde folgte ein richtungsweisendes Duell für den weiteren Turnierverlauf. So musste er gegen den Dänen Frederic Mathiesen, den EM-Dritten der U23-Eurpmeisterschaften, antreten. In einem mitreissenden Fight gewann er knapp mit 3:1 und deutete damit an, dass noch einiges drinliegt. Nachdem er gegen Ukrainer Yaroslav Filchakov, mehrfacher Medaillengewinner an Europa- und Weltmeisterschaften, nach harter Gegenwehr kapitulieren musste, liess er den Kopf nicht hängen und vermochte sich wieder aufzuraffen. Er liess um den zweiten Platz nichts anbrennen und behielt gegen den deutschen Erik Loeser das bessere Ende für sich. Der Gewinn der Silbermedaille ist für ihn ein äusserst wertvolles Ergebnis im Hinblick auf die weiteren Selektionen auf internationaler Ebene. Er wirkte in seinen Kämpfen geduldig, spielte Instinkt und Erfahrung aus und demonstrierte bis zum Schluss grosse Willensstärke.

Werner Schönbächler

