Die Ringerriege Einsiedeln empfängt am Samstagabend in der Sporthalle zur zweiten Runde Weinfelden. Vor einer Woche setzte es für die Thurgauer zum Auftakt gegen Kriessern eine Niederlage ab.
W.S. Mit einer stark veränderten Mannschaft ist die Ringerriege Einsiedeln gegen Liganeuling Ufhusen mit einem hohen Sieg erfolgreich in die Saison gestartet. Damit erfüllte Einsiedeln die Pflicht, aber nicht mehr. Ufhusen stieg mit viel Engagement in die Kämpfe, doch dürften die Einsiedler etwas irritiert gewesen sein, dass vom Gegner eher wenig Gegenwehr kam. Schon jetzt ist klar: Gegen Weinfelden, ebenfalls ein Liganeuling, muss Einsiedeln eine Schippe drauflegen, wenn es wieder einen Sieg geben soll. «Unmöglich ist das nicht, aber es dürfte wesentlich schwerer werden», freut sich Trainer Urs Bürgler auf dieses Kräftemessen. Weinfelden ist in den verschiedenen Gewichten der beiden Stilarten ausgeglichen besetzt, doch muss das Team im Schwergewicht bis auf Weiteres auf Jeremy Vollenweider verzichten. Als eidgenössischer Kranzgewinner von Mollis 2025 kennt er sich auch im Ringen bestens aus, was heute nur noch selten vorkommt. Mit dem Junioren-Internationalen Matti Eichmann, Yves Müllhaupt, Robin Zwick und Roger Junker können die Gäste auf weitere kampferprobte Ringer zählen. Diese werden die Einsiedler vor eine harte Probe stellen. Beim Auftakt war bei ihnen, trotz der 25:12-Niederlage, ein guter Teamspirit zu spüren.
Rollen sind verteilt
Ausser Kay Neyer sind bei Einsiedeln alle Ringer fit, was beruhigend ist. Aktuell versucht Urs Bürgler seine Athleten so gut wie möglich auf die Qualifikationskämpfe vorzubereiten, ohne dabei die Karten voll aufzudecken. Aber keine Frage: Eine gewisse Anspannung ist auch bei ihm anzumerken. «Wir müssen für einen Sieg gegen die Gastmannschaft alles geben», ist er überzeugt. Es ist auch ein offenes Geheimnis, dass sich kein Coach bei der Aufstellung in die Karten schauen lässt. Das grosse Pokerspiel beginnt schon vor dem Wiegen an der Waage. Vieles deutet aufgrund der beiden Mannschaftskonstellationen daraufhin, dass es zu einigen engen Duellen kommen wird. «Ich kämpfe noch etwas mit der Aufstellung», sagte Bürgler nach der Begegnung gegen Ufhusen. Die Rollen sind nach dem Start dennoch klar verteilt. Einsiedeln ist Favorit, Weinfelden hingegen besitzt die Qualität, um seinem Kontrahenten eins auszuwischen. Trotz dieser Vorschusslorbeeren sind Überraschungen im Sport nie ausgeschlossen. Bei den Einheimischen müssen alle ihre Leistung bringen, um wieder erfolgreich zu sein. Jeder geholte Punkt kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Den «Platz in der Sonne» wollen die siegreich gestarteten Einsiedler verteidigen, was bei einer starken Gesamtleistung durchaus im Bereich des Möglichen liegt.
Sportlich kann es Weinfelden indes locker angehen, denn das Team hat nichts zu verlieren. Umgekehrt steht für Einsiedeln deutlich mehr auf dem Spiel. Das Team ist auf dem Papier besser besetzt, entschieden werden die Kämpfe aber immer noch auf der Matte. Die beiden Teams werden bestimmt mit vollem Adrenalin in die Duelle gehen und dem Publikum etwas bieten.
Es dürfen jedenfalls einige spannende Duelle erwartet werden. Die Einsiedler Ringer hoffen auf zahlreiche Unterstützung in der Sporthalle zählen zu dürfen. Mehr Einzelheiten können dem heutigen Inserat entnommen werden.
Werner Schönbächler

