Internationales Frauen- und Mädchenturnier in Einsiedeln

Frauenringen lockte viele Zuschauer an.
Zum ersten Mal wurde am Samstag in der Schweiz ein internationales Frauen- und Mädchenturnier ausgetragen. Als Organisatorin trat die Ringerriege Einsiedeln auf.

W.S. Am Samstag war in der Sporthalle Brüel in Einsiedeln einiges los. 140 Ringerinnen aus sechs Ländern traten an, um sich in verschiedenen Altersklassen und Gewichten zu messen. Der Anlass wurde von erstaunlich vielen Zuschauern  besucht, die während der spannenden Kämpfe oft das eigene Wort nicht mehr verstanden. Da wurde mitgefiebert, sich gefreut, gelungene Aktionen bejubelt und angefeuert. Nicht nur das Publikum sorgte für gute Stimmung. Vor allem die Ringerinnen auf der Matte boten mit gelungenen Techniken den notwendigen Spektakel.

Grosse Anstrengungen

Mit einigen Teilnehmerinnen von Europa- und Weltmeisterschaften war Gewähr für guten Ringsport gesorgt. Das Frauenringen hat im letzten Jahrzehnt immer mehr an Popularität gewonnen. Eine Tatsache, die auch die Ringclubs in der Schweiz stolz macht. Seit Jahren setzen sie sich für das Frauenringen ein, bringen die Ausbildung voran und veranstalten nationale Wettkämpfe. Frauen und Mädchen können in verschiedenen Vereinen mit den Männern oder einzeln trainieren. Vor noch nicht allzu langer Zeit wäre dies noch undenkbar gewesen, Ringern galt als reine Männerdomäne. Mittlerweile gibt es sogar eine Nationaltrainerin und Leistungszentren. Diese Bemühungen zeigen immer mehr Wirkung. Die Verantwortlichen haben sich das Sprichwort, dass zuerst gesät, bevor geerntet werden kann, hinter die Ohren geschrieben.  Doch was bisher fehlte, war ein internationales Angebot im eigenen Land. Die Ringerriege Einsiedeln hat nun diese Lücke geschlossen und Ringerinnen die Möglichkeit gegeben, sich international vor eigenem Publikum zu messen. Gekämpft wurde in den vier Altersklassen Frauen, U11, U14 und U17 sowie verschiedenen Gewichten, was für eine gewisse  Chancengleichheit sorgte.   

Zwei Einsiedler Siege

Während des Wettkampfs gab es auch enttäuschte Gesichter, wenn sich eine Ringerin den Kampfverlauf ein wenig anders vorgestellt hatte. Doch waren sie nach einer Niederlage wieder schnell auf den Beinen. Bei vielen Mädchen stand ohnehin das Motto «Erfahrungen sammeln» im Vordergrund. Obschon mehrheitlich die Ausländerinnen dominierten, schafften auch einige Schweizerinnen den Sprung zuoberst aufs Podest. So auch die Zwillinge Helia und Helena Oskuii, die wieder einmal mehr die ganze Palette von tollen Würfen zeigten. Weiter standen Jahel Flury (6.), Paige Füchslin (6.) und Alexandra Brülisauer (4.) im Einsatz. Da die Frauen der Ringerriege Einsiedeln bei der Durchführung mithalfen, konnten sie nicht auf der Matte antreten.

Saarland konnte sich in der Mannschaftswertung vor dem Team Oslo und Preussen Berlin durchsetzen. Die Ringerriege Einsiedeln klassierte sich von den 39 Teams im beachtlichen achten Rang.

Der Einstieg ins internationale Wettkampf-Ringen ist nicht allen Teilnehmerinnen geglückt. Viele konnten aber erstmals Erfahrungen auf internationaler Ebene sammeln.

Die Ringerriege Einsiedeln, unter der Leitung von Eveline Lötscher, bekam für die tadellose Organisation viel Lob zu hören.

Die Einsiedler Klassierungen

U17

53 kg: 6. Jahel Flury

U14

38 kg: 1. Helia Oskuii,
42 kg: 1. Helena Oskuii,
47 kg: 6. Paige Füchslin

U11

53 kg: 4. Alexandra Brülisauer

Werner Schönbächler