Neuer Modus und Änderungen für die Mannschaftsmeisterschaft

In einem Monat startet die Ringerriege Einsiedeln.
Die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Ringen wird in diesem Jahr mit acht statt wie bisher sechs Teams ausgetragen. Da wird die höchste Liga in zwei Viergruppen aufgeteilt.

W.S. Der Verband Swiss Wrestling hat einen neuen Modus und Änderungen für die in einem Monat beginnende Mannschaftsmeisterschaft beschlossen. In den letzten Jahren hat sich immer mehr ein Graben in der höchsten Liga aufgetan. So konnten es sich die besten vier Teams leisten, im Hinblick auf die Finalkämpfe zu taktieren, solange sie Oberriet und Schattdorf auf Distanz hielten, was ihnen meistens gelang, wenn sie ihre besten Ringer einsetzten. Für diese beiden Mannschaften wäre es wohl attraktiver gewesen, wenn sie in der zweithöchsten Liga hätten antreten können.  

Zwei Vierer-Gruppen

Die Swiss Premium League (früher Nationalliga A) und die untergeordnete Challenge League (NLB) umfassen je acht Teams. Ende Saison steigt ein Team aus der höchsten Liga ab und wird durch den Meister der NLB ersetzt. Die acht Teams der höchsten Liga wurden neu in zwei Gruppen eingeteilt. Die beiden Vorjahresfinalisten – Meister Willisau und Einsiedeln – waren gesetzt, die restlichen Teams wurden zugelost. Dabei wollte es der Zufall, dass es bisher brisante Derbys, wie beispielsweise Kriessern gegen Oberriet, in den Vorkämpfen nicht mehr gibt. Bestenfalls können sie später aufeinander treffen. Dieser diskutable Vorschlag ist noch lange nicht in Stein gemeisselt.  

Die Finalkämpfe der Premium League beginnen mit den Viertelfinals, in denen die Teams gruppenübergreifend kämpfen können, jeweils der Erste gegen den Vierten und der Zweite gegen den Dritten. In den Halbfinals geht es mit einem Hin- und Rückkampf weiter. Der Final wird bisher als Best-of-3 Playoffserie ausgetragen. Der Absteiger wird unter den vier Verlierern des Viertelfinals in einem Hin- und Rückkampf ermittelt.

Ob der neue Modus die gewünschte Wirkung zeigt, wird sich zeigen. Wenn nötig müssen nach der ersten Saison Anpassungen vorgenommen werden, was so sicher wie das Amen in der Kirche ist.  

Weitere Einschränkungen

Künftig müssen die NLA-Klubs ohne Leihringer von unteren Ligen auskommen. Der Verband verfolgt damit das Ziel, dass Vereine wieder selbst mehr Talente ausbilden.  Weiter wurde auch das Transferwesen eingeschränkt, inzwischen allerdings aus rechtlichen Gründen wieder gelockert. So war vorgesehen, den Transfermarkt für zwei Jahre auszusetzen, was die Klubs nachhaltig eingeschränkt hätte. Der Start zur diesjährigen Mannschaftsmeisterschaft erfolgt am Samstag, 5. September. Bis es soweit ist, wird in den Trainings noch viel Schweiss fliessen und fleissig an der Technik gearbeitet.  

Gruppe A: Willisau, Freiamt, Schattdorf, Oberriet

Gruppe B: Einsiedeln, Ufhusen, Kriessern, Weinfelden