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Sport und Geselligkeit stehen im Vordergrund

Gerungen wird in Einsiedeln schon seit Jahrzehnten. Doch hat sich in den letzten dreissig Jahren im Ringsport eine grosse Entwicklung vollzogen. Das Sägemehl- wurde auch in der Schweiz immer mehr vom Mattenringen verdrängt.

Die Ringerriege Einsiedeln, die über viele Jahre im Turnverein (STV) eingebunden war, hat sich im Jahre 1985 selbständig gemacht und einen eigenen Verein gegründet.

Anstoss dazu gab wohl der fünfte Rang im Mannschafsfinal 1979 in Bern. Zwei Jahre später schaffte die Ringerriege Einsiedeln den Aufstieg in die neu gegründete NLA und hatte in der folgenden Zeit in der höchsten Kampfklasse „schöne“ Erfolge zu verzeichnen. So wurde 1985 und 89 die Silbermedaille erkämpft.

Vor zwei Jahren ist der Verein in die NLB abgestiegen, was kein Untergang war, sondern neue Perspektiven ermöglicht. Die Verantwortlichen geben sich alle Mühe eine Mannschaft aufzubauen, die wieder höchsten Ansprüchen genügen kann. Doch dazu braucht es viel Geduld und Zeit, denn im Sport lässt sich nichts erzwingen.

 

Olympiateilnehmer

Die Ringerriege Einsiedeln kann im sportlichen Bereich schon einiges vorweisen: So stellte sie immer wieder Schweizermeister und Internationale, die an internationalen Turnieren beachtliche Klassierungen erreichten. Als erstes Vereinsmitglied nahm René Neyer 1984 an den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles teil und gewann als Siebter ein Diplom. Weniger Glück war ihm dann vier Jahre später in Seoul beschieden.

Martin Müller, ebenfalls ein Freistilspezialist, klassierte sich 1992 in Barcelona im siebten Rang und war auch 1996 in Atlanta ein zweites Mal auf höchster Ebene dabei.

Weiter beteiligten sich Hans Birrer im Jahre 1987 und Remo Hausherr 1989 an den Welttitelkämpfen im freien Stil .

 

Nachwuchs, das Kapital

Ein Ziel hat momentan bei der Ringerriege Einsiedeln Priorität: eine starke Nachwuchsförderung. Dabei wird versucht, Aktive aus „eigenem Holz“ heranreifen zu lassen, denn bei der Jugend liegt das Kapital des Vereins. So wirken die beiden Aktivringer Erich Bisig und Roland Kälin als versierte Nachwuchsbetreuer. Dabei wird den Jungringern jährlich ein einwöchiges Sportlager angeboten. Es bleibt zu hoffen, dass sich die grosse Arbeit und Geduld der beiden Betreuer ausbezahlt.

 

Sport und Gemütlichkeit

Doch wäre es falsch, wenn die Ringerriege Einsiedeln nur auf Leistung setzen würde. Sie braucht auch Leute, die den „Karren schmeissen“ und damit das Klubgeschehen ermöglichen. Daneben kommt mit Anlässen wie dem Skiwochende, dem Kegel- oder Grillabend auch die Gemütlichkeit und Geselligkeit nicht zu kurz. Zu den Aufgaben zählen aber auch die Organisation Durchführung von Anlässen wie Schweizermeisterschaften, Nachwuchs- oder Regionalturnieren.

Neumitglieder, ob mit oder ohne sportliche Ambitionen, sind jederzeit willkommen.