Generalversammlung der Ringerriege Einsiedeln
Trotz des Titelgewinnes auf dem Boden bleiben
Nach dem Gewinn des Meistertitels in der der NLB hat die Ringerriege Einsiedeln die Weichen für diese Saison gestellt. Den Aktiven dürfte wohl ein rauerer Wind als im abgelaufenen Jahr entgegenwehen.
W.S. Am letzten Samstagabend hat die Ringerriege Einsiedeln im Restaurant Berghof über das abgelaufene Jahr Bilanz gezogen. Vereinspräsident Daniel Weibel konnte bei seiner Première 45 Mitglieder willkommen heissen. Die zahlreichen Traktanden wurden vom Vorsitzenden bei seiner Première speditiv durchgezogen. Es gab an der gut vorbereiteten Tagung keine Fragen zu besprechen, welche die Gemüter hätte erregen können. Trotz des glorreichen und überraschenden Titelgewinnes der NLB Mannschaftsmeisterschaft muss weitherin viel Arbeit geleistet werden, um den Abstand zur Spitze verringern zu können. Weiter wies Weibel auf die Anlässe hin, die von der Ringerriege Einsiedeln organisiert worden sind. Ein Erfolg war auch dem mit Oberriet in Willisau durchgeführten Trainingslager beschieden.
Erfreulicher Nachwuchs
Dass die Verantwortlichen fiel Zeit in die Nachwuchsbetreuung investieren, war aus dem Bericht von Bruno Schönbächler, technischer Leiter, herauszuhören. „Das Ziel ist, dass eigene Leute das Gerüst der ersten Mannschaft bilden“, so Schönbächler. Damit bleibt die lokale Verantwortung und die Identifikation mit der einheimischen Bevölkerung bestehen. Derzeit stehen dem Klub neun ausgebildete Jugend- und Sportleiter zur Verfügung, die sich allesamt um den Nachwuchs kümmern.
„Aus sportlicher Sicht bildeten die sechs Medaillengewinne von Yves Neyer (1 Medaille), Lukas Schönbächler (2), Sven Neyer (2) und Jürg Betschart (1) an nationalen Titelkämpfen bei den Kadetten und Junioren den Höhepunkt“, stellt Coach René Buchmann diese Resultate in den Vordergrund. Hinzu kommt noch der dritte Rang von Markus Weibel, der zwar für Freiamt ringt, aber noch Klubmitglied ist, an den Aktivmeisterschaften im freien Stil.
Aus den weiteren Worten von Buchmann, der in den letzten drei Jahren Beachtliches erreicht hat, waren neben Freuden auch Sorgen zu vernehmen. „Wer höhere Gefilde, sprich Ligen anstrebt, dem weht ein eisiger Wind entgegen. Obschon in den Trainings gut gearbeitet wird, muss die Effizienz noch gesteigert werden“, sage er. In den Trainings werden die Ringer von den drei ehemaligen Olympiateilnehmern Martin Müller, René Neyer und Urs Bürgler unterstützt und im technischen Bereich gefördert. „Damit wir weiterkommen, braucht es jedoch das bedingungslose Engagement jedes Einzelnen“, fordert Buchmann. Als Ziel an den Einzelmeisterschaften nennt er Diplomgewinne, derweil er sich bei der Mannschaftsmeisterschaft nicht auf die Äste hinauswagt. „Da sich die Gruppe äusserst ausgeglichen präsentiert, ist vieles möglich.“
Kassier Roger Rohrer berichtete von einer leichten Vermögensvermehrung. Da viele Aufgaben zweckgebunden sind, muss alles daran gesetzt werden, weitere Finanzquellen zu erschliessen. In dieser Hinsicht erfüllt Markus Steinauer diese Aufgabe seit Jahren mit viel Hingabe.
Wahlen und Ehrungen
Erfreulicherweise konnten drei Mitglieder in den Klub aufgenommen werden. Die Vorstandsmitglieder Bruno Schönbächler, Markus Steinauer und Roger Rohrer erklärten sich bereit, das Klubschiff für zwei weitere Jahre mitzusteuern. Diese Bereitschaft wurde mit Applaus quittiert. Erich Bisig, das nach vielen Jahren als Jugendcoach zurücktritt, wurde mit einem Präsent ausgezeichnet. In den Kreis der Freimitglieder wurden Irene Späni, Heidi Schönbächler, Sepp Ulrich und Roland Kälin aufgenommen. Um die Ringersache haben sich die beiden ehemaligen Internationalen René Neyer und Hans Birrer besonders verdient gemacht; ihnen wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Als Anlässe stehen in diesem Jahr die Jugendmannschaftsmeisterschaft (4. April) und ein nationales Nachwuchsturnier (14. Juni) auf dem Programm. Im Februar 2009 werden in Einsiedeln die Juniorenmeisterschaften im griechisch-römischen Stil ausgetragen, wofür ein Organisationskomitee gebildet wird.
Mit einem von Wädi Kälin gedrehten Film von den drei Finalkämpfen gegen Brunnen wurde der gelungene Abend abgerundet.
Werner Schönbächler |