Daheim gegen Medaillenanwärter Freiamt

Morgen Samstagabend beginnt für die Ringerriege Einsiedeln die mit Spannung erwartete Mannschaftsmeisterschaft. Mit Freiamt gastiert ein starker Medaillenantwärter in der Sporthalle Brüel.

W.S. Jene, die nur ein bisschen etwas vom Ringsport verstehen, sehen Freiamt als turmhohen Favoriten. Schliesslich haben die Aargauer in den letzten zwanzig Jahren die NLA-Mannschaftsmeisterschaft an der Spitze wesentlich mitgeprägt. So holte das Team zwischen 1993 und 2008 fünf Titel und gewann zudem mehrere Medaillen. Zur Stärke von Freiamt hält Einsiedelns Trainer René Buchmann fest:“Freiamt verfügt über ein ausgeglichenes Team in den verschiedenen Gewichten und hat sozusagen keine Schwachstelle. Dabei denkt er besonders an den Olympiateilnehmer Pascal Strebel und das grosse Talent Randy Vock. Mit den Newcomern Christoph und Nico Küng, die einer bekannten Ringer-Dynastie entstammen, sowie den Routiniers Pascal Gurtner und Ivan Kron ist das Team tatsächlich mit Top-Ringern bestückt. Weiter hat sich Freiamt im Hinblick auf diese Saison geschickt verstärkt. So ist von Martigny der einstige Internationale Mirko Silian hinzugestossen. Er wird besonders in den beiden schweren Gewichten Stabilität verleihen und ist mit seiner grossen Erfahrung eine echte Bereicherung. Dennoch gibt sich Freiamts Trainer Thomas Murer vorsichtig.“Wir können Einsiedeln nicht einfach so schlagen, denn das Team ist als Aufsteiger unberechenbar. Bei uns besteht jedenfalls nicht die Gefahr, dass wir unseren Gegner unterschätzen.“ Er weist darauf hin, dass gerade im Ringkampfsport immer alles passieren kann. „Ich erwarte ein spannendes Duell und sagte meinen Ringern, dass wir gegen einen äusserst unbequemen Widersacher antreten werden. Ich hoffe, dass sie sich diese Worte eingeprägt haben.“ Weiter habe sich Freiamt in der Vergangenheit zu Beginn immer schwer getan, weiss Murer.

Viele langjährige Zuschauer erinnern sich noch gerne an die Begegnungen dieser beiden Teams in der NLA. René Buchmann hofft, dass sich der Gegner wie schon damals mit uns schwer tut und die Zähne ausbeissen wird. „Damals verliefen die Duelle meistens ausgeglichen“, öffnet er seine Gedächtnisschublade. Da die Kader ein total anderes Gesicht als damals haben, vermögen Vergleiche natürlich nicht standzuhalten. Obschon Freiamt in der Favoritenrolle steht, könnte Einsiedeln mit seiner Heim-Atmospähre im Rücken über sich hinauswachsen. Weil auf der Seite des Gegners einige Ringer noch Blessuren auszukurieren haben, tappt man über die Mannschaftsaufstellung im Dunkeln. Buchmann will eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Ringern aufbieten. „Ich werde sicher wieder auf junge Leute setzen, damit sie Erfahrung bekommen“, erläutert er. Er ist sich dabei im Klaren, dass mit dieser Vorgabe ein gewisses Risiko besteht. Die Gastgeber werden wohl mit ihrer derzeit besten Formation antreten und wollen gleich zum Auftakt ein deutliches Ausrufezeichen sezten.

Einsiedeln hat nichts zu verlieren und kann allein schon deshalb gefährlich werden.

So gesehen könnte Einsiedeln vor eigenem Publikum eine gute Vorstellung abliefern. Die Ringer hoffen auf zahlreiche Unterstützung bei ihrer schwierigen Aufgaben zählen zu dürfen (siehe Inserat).

 

Werner Schönbächler